Archiv der Kategorie: Veranstaltungen

Experiment der Wismarer Freunde der Rosa-Luxemburg-Stiftung gestartet

Erstmals offene Diskussionsrunde zu komplexer gesellschaftspolitischer Fragestellung durchgeführt

Unter dem Motto: “Auswirkungen und Chancen der Pandemie“ diskutierten am 11. Juni die Freunde der Rosa-Luxemburg-Stiftung aus Wismar mit ihren eingeladenen Gästen zu diesem Thema.

Dr. Klaus Schiffer von den Freunden der RLS betonte den experimentellen Charakter dieser Veranstaltung.  Diese sehr offene Form eines so vielfältigen und weitreichenden Themas wurde zum ersten Mal in unserer Region angeboten. Die Veranstaltung war unter den weiterhin geltenden Hygienebestimmungen eine Präsensveranstaltung, um auch diejenigen zu erreichen, denen die neuen Medien nicht zugänglich sind. Experiment der Wismarer Freunde der Rosa-Luxemburg-Stiftung gestartet weiterlesen

Wanderausstellung »Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale«

Dieses Mal hat die Rosa-Luxemburg-Stiftung etwas Besonderes anzubieten: Eine Wanderausstellung, die sich mit dem Wirken der Treuhand und den daraus resultierenden Folgen befasst. Wir würden uns freuen Sie/ euch zahlreich begrüßen zu dürfen.

Während der Ausstellung (am 20. März) wird die Kuratorin Katrin Rohnstock einen Erzählsalon mit vorheriger Führung duch die Ausstellung anbieten. Hierzu werden noch immer Zeitzeugen gesucht, die bereit sind über ihre Geschichte zu berichten. Also, falls Sie Interesse haben, können Sie sich gerne unter dieser Mailadresse melden oder einfach in die Gerichtslaube kommen.

Die Treuhand und ihre Geschäftstätigkeit sind seit den Wendejahren immer wieder heftig diskutiert worden und entsprechend umstritten. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) hat eine Ausstellung auf Reisen geschickt, die diejenigen ans Licht holt, die das Wirken der Treuhand als einen Schicksalsschlag empfunden haben und nicht so glimpflich davongekommen sind. Diese Menschen wurden von der Kuratorin Katrin Rohnstock interviewt und in Lebensgröße mit ihrer individuellen Geschichte auf einer Leinwand festgehalten.

weitere Details…

Dauer der Ausstellung: 16. März bis 2. April 2020  Wanderausstellung »Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale« weiterlesen

Rosa-Looks eröffnet 2020 mit „Jeder stirbt für sich allein“

In einer Zeit, in der Zivilcourage oftmals noch ein Fremdwort ist, spricht dieser Film für sich. Mit einem verfilmten Klassiker der Literatur wollen die Freunde der Rosa-Luxemburg-Stiftung das Jahr 2020 begrüßen.

Hans Fallada schrieb den Roman 1947 nach einer realen Begebenheit. Elise und Otto Hampel, Eheleute aus dem Arbeiterbezirk Wedding, verteilten Postkarten-Flugblätter gegen Hitler und wurden denunziert. Das Buch ist in nur vier Wochen entstanden, kurz danach starb der Schriftsteller.

Der Film spielt im Jahre 1940 während es zweiten Weltkrieges, als Hitler ist auf dem Höhepunkt seiner Macht ist. Als der einzige Sohn von Anna und Otto Quangel in den Kriegsscharmützeln fällt, bewirkt die Trauer der Eheleute um ihren Sohn eine Veränderung: Das vormals unpolitische Paar wird politisch aktiv. Sie starten eine Postkartenaktion gegen das Hitlerregime. Aber die Denunzianten lassen nicht lange auf sich warten und so müssen sie ihre Aktivitäten teuer bezahlen. Rosa-Looks eröffnet 2020 mit „Jeder stirbt für sich allein“ weiterlesen

Die Schriftstellerin Daniela Dahn stellte in Gadebusch  Ihr neues Buch vor

„Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute. Die Einheit – eine Abrechnung“

Was hat die „friedliche Revolution“ den Menschen in Ost und West gebracht? Auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Stadtfraktion DIE LINKE in der Gadebuscher Stadtvertretung präsentierte die Journalistin und Schriftstellerin Daniela Dahn in der Gadebuscher Museumsanlage ihr neues Buch über die Folgen der Deutschen Einheit. Viele Gadebuscher nutzten die Möglichkeit Daniela Dahn live zu erleben. Zuschauer kamen selbst aus Rostock, Parchim, Ludwigslust und Schwerin. Es entwickelte sich eine interessante und spannende Diskussion. Im Anschluss nutzen viele Gäste die Möglichkeit sich Ihr persönliches Exemplar von der Schriftstellerin signieren zu lassen. Wir möchten uns auf diesem Weg bei dem Team der Museumsanlage für die tolle Versorgung bedanken und bei der Buchhandlung Schnürl & Müller aus Gadebusch für die Gestaltung des Büchertisches.

„Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute. Die Einheit – eine Abrechnung“

Daniela Dahn (freie Schriftstellerin und Publizistin) liest aus ihrem neuen Buch

Auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung MV liest Daniela Dahn am 19. November 2019 aus ihrem Buch „Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute“. Die Lesung beginnt um 18 Uhr und findet in der Museumsanlage, Amtsstraße 5 in Gadebusch statt.

In sieben Büchern hat Daniela Dahn sich mit der Einheit und den Folgen befasst, ein achtes war nicht geplant. Nun hat sie es dennoch geschrieben, denn die Zeiten sind danach: Nach dreißig Jahren Vereinigung ist die innere Spaltung zwischen Ost und West so tief wie eh und je; und es haben sich sogar neue Klüfte aufgetan, die unser Gemeinwesen erschüttern. Sie haben damit zu tun, dass die vermeintlichen Sieger der Geschichte das Erbe der beitrittsgeprüften «Brüder und Schwestern» komplett ausgeschlagen haben.

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Fieberwahn – wie der Fußball seine Basis verkauft

Lesung und Gespräch mit dem Autor Christoph Ruf

Helene Fischer in der Halbzeitpause des DFB-Pokalfinals, elf verschiedene Anstoßzeiten in den Ligen eins bis drei und ein völlig überhitzter Transfermarkt. In dem soeben erschienenen Buch „Fieberwahn” zeigt der renommierte Journalist Christoph Ruf die Gefahren der Kommerzialisierung eindringlich auf und hat dafür an der Basis des Fußballs recherchiert: bei den Vereinen in den unteren Ligen, die sich zunehmend von den Verbänden im Stich gelassen fühlen. Und bei den Fans, deren Proteste gegen Kommerz, Schikanen und Kollektivstrafen aus gutem Grund an Vehemenz zunehmen. Denn tatsächlich lauern vor der Tür Veränderungen, die das Ende des Volkssports Fußball einläuten.

Dabei beleuchtet Ruf nicht nur die Entwicklung bei investorengetriebenen Vereinen wie Hannover 96 und 1860 München. Am Beispiel von Klubs wie Dynamo Dresden, SC Freiburg und FC St. Pauli zeigt er auf, dass es den Vereinen nützt und nicht schadet, wenn sie der Kreativität und dem Engagement ihrer Mitglieder und Fans mehr vertrauen als den Lobbyisten, für die die 50+1-Regel das letzte Hindernis vor der endgültigen Durchkapitalisierung des Fußball ist.

Wann: 16. Oktober 2019 um 19:00 Uhr
Wo: Treff im Lindengarten (TiL), Bauhofstraße 17, 23966 Wismar

Congo Calling – ein Film über den Sinn von Entwicklungshilfe

Der Regisseur ist anwesend und steht für Fragen zur Verfügung

Wie effektiv, wie sinnvoll ist Entwicklungshilfe und wie sieht das Verhältnis zwischen Afrikanern und Europäern aus? Dieser Frage hat sich Regisseur Stephan Hilpert mit seinem Dokumentarfilm Congo Calling gewidmet.

Goma liegt im Osten Kongos und hat ca. 500.000 Einwohnern. Es zählt zu den ärmsten Gebieten auf der Welt. Viele engagierte Entwicklungshelfer verrichten dort ihre Arbeit. Sie hoffen darauf, dazu beizutragen, dass dieser Ort etwas weniger arm, weniger trostlos wird und ihre Unterstützung deutliche Spuren hinterlässt. Im Fokus des Film stehen drei Entwicklungshelfer, die dort mit sehr unterschiedlichen privaten und beruflichen Zielvorstellungen leben und arbeiten. Hilpert dokumentierte und begleitete sie über mehrere Jahre, um dann daraus einen sehr differenzierten Film zu entwickeln, der viele Fragen aufwirft. Congo Calling – ein Film über den Sinn von Entwicklungshilfe weiterlesen

Das Dilemma auf dem Meer

Zur interkulturellen Woche der Film Styx

Als Beitrag zur interkulturellen Woche zeigt die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit dem Filmbüro „Styx“. In dem Filmdrama aus dem Jahr 2018 erzählt der Regisseur Wolfgang Fischer die Geschichte einer jungen Notärztin, die sich auf eine Auszeit freut. Sie möchte allein mit einem Segelboot zu einer Atlantikinsel. Während der Fahrt gerät sie in einen Sturm und trifft nach dem dieser vorbei ist, auf ein havariertes, überladenes Fischerboot vor der afrikanischen Küste. Vor ihren Augen drohen Menschen zu ertrinken. Sie setzt die auf See üblichen Notrufe ab, aber ihr Hilferuf bleibt unbeantwortet. In dieser Situation trifft sie eine tiefgreifende Entscheidung. Das Dilemma auf dem Meer weiterlesen