
Der 8. März erinnert uns daran, dass Gleichstellung keine Selbstverständlichkeit ist, sondern politisch erkämpft wurde und weiterhin erkämpft werden muss.
Die Linke hat in Mecklenburg-Vorpommern wichtige Schritte durchgesetzt. Der 8. März ist gesetzlicher Feiertag, Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt wurden gestärkt und eine Koordinierungsstelle zur Umsetzung der Istanbul Konvention geschaffen. Doch klar ist: Das reicht noch nicht.
Gleichzeitig erleben wir, dass rechtsextreme und konservative Kräfte versuchen, feministische Errungenschaften zurückzudrängen, Gleichstellungspolitik zu schwächen und bestehende Strukturen auszuhöhlen. Nur wenige Tage vor dem Frauentag hat der rechte Block in der Rostocker Bürgerschaft den Gleichstellungsaktionsplan verhindert. Auch in Greifswald haben rechte Kräfte in dieser Woche erneut die Beschlussfassung zu einer Satzung für einen Frauenbeirat blockiert.
Für uns ist klar: Gleichstellungspolitik muss verteidigt und weiterentwickelt werden. In Parlamenten, in der Gesellschaft und auf der Straße. Die Kämpfe für soziale Gerechtigkeit, gute Arbeit und echte Gleichstellung gehören zusammen und enden nicht am 8. März.
Der 8. März ist ein Tag der Sichtbarkeit. Der Rest des Jahres ist der Auftrag.“