Archiv der Kategorie: Meinung

SPD nur für Sozialtarif light

Die gute Nachricht vornweg, der Kreis Nordwestmecklenburg hat ein neues Tarifkonzept mit Zonentarifen. Dadurch werden die Kurzstreckentarife wieder etwas günstiger und es gibt sogar einen Sozialtarif.

Aber da beginnen auch schon die schlechten Botschaften: Dieser Sozialtarif ist den Namen kaum wert. Es ist nur ein Sozialtarif light. Er gilt nur für die Monatskarten und bedeutet dort eine Einsparung gegenüber dem Normaltarif von 20%. Die 40 Euro für diese „Monatskarte Sozialtarif“ übersteigen die im Hartz IV-Regelsatz vorgesehenen Ausgaben für Verkehr deutlich.

Er richtet sich – der Logik der Kreisverwaltung folgend – an „Aufstocker“, die täglich zur Arbeit fahren und den Bus nutzen. Menschen also, die so wenig mit ihrer Arbeit verdienen, dass es zum Leben nicht reicht. Für sie bleibt diese Karte zu teuer.

SPD nur für Sozialtarif light weiterlesen

Dietmar Bartsch und die Jakobikirche

Bericht und Fotos von Günther Bruns

Meine Frau Marita fragte mich: „Willst du nicht mit nach Lübeck in die Jakobikirche?“ Ich: „Was soll ich denn da?“ Meine Frau wusste doch, dass ich als Freidenker nur zu Beerdigungen oder zu Konzerten in Gotteshäuser trete.

Marita: „Dein Parteigenosse Dietmar Bartsch hält eine Vortrag über „Zivilcourage oder was ist Wahrheit“?“ und wird außerdem von Björn Engholm interviewt. Nun das war eine andere Sache. „Da muss ich hin!“

Im Rahmen des Reformationsjahres bekommen verschiedene Personen des öffentlichen Lebens Gelegenheit ihre Auffassungen darzustellen. So auch der Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag. Die Lübecker Jakobikirche (die Seefahrtskirche) war über die Hälfte gefüllt. Die Zuhörer folgten Bartschs Vortrag mit großem Interesse. Er arbeitete heraus, dass die Politik der Linken durchaus auch auf christlichen Grundlagen fußt. Im Urchristentum lebten die Menschen ohne Eigentum wie in sozialistischen Gemeinschaften. Dietmar Bartsch und die Jakobikirche weiterlesen

Glückwunsch zum Frauentag

Wenn wir als LINKE am 8. März Ihnen als Frau eine symbolische Nelke überreichen, so tun wir das, um Sie zu feiern. Wir verbinden damit aber auch das Versprechen, dass wir als LINKE auch nach mehr als 100 Jahren Frauentag immer noch dafür kämpfen, dass Frauen endlich die gleichen Rechte und gleichen Chancen bekommen wie Männer.

Trotz vieler „Papierinitiativen“ der Regierenden zur Gleichstellung in unserem Land, erfordert es auch heute noch sehr viel Mut, als Frau Gleichbehandlung gegenüber den männlichen Kollegen einzufordern.

Der Internationale Frauentag ist für uns immer beides – ein Tag der Freude über das Erreichte – und ein Tag der Mahnung, weiter zu streiten für gleiche Rechte und gleichen Chancen.  Immer noch erhalten Frauen in Deutschland für die gleiche Arbeit im Schnitt 22% weniger Lohn als Männer. 22% weniger Lohn sind weder sozial noch gerecht! Und Frauen in Führungspositionen sind immer noch zu selten!

Deshalb feiern Sie heute das, was Frauen erreicht haben und denken Sie darüber nach, wem Sie in Zukunft den Einsatz für  mehr soziale Gerechtigkeit und eine echte Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf, egal ob Frau oder Mann – zutrauen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen als Ihr Bundestagskandidat der LINKEN einen fröhlich nachdenklichen Frauentag.

Herzlichen Glückwunsch zum Internationalen Frauentag!

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

noch immer ist die verstaubte Rollenverteilung zwischen Frau und Mann in unserer Gesellschaft weit verbreiteter Alltag:
Frauen gehören in die Küche und sollen sich um die Kinder kümmern,  Männer bringen das Geld nach Hause.
Noch immer verdienen Frauen in Unternehmen  bei gleichwertigen Positionen im Durchschnitt  über 20 Prozent weniger als ihre Kollegen.
Noch immer sind die Chefetagen männerdominiert.
Wir müssen uns alle gemeinsam dafür einsetzen, dass dies ein Ende hat. Und nur gemeinsam – Frauen und Männer – kommen wir voran.
Dafür treten wir ein. Allen Frauen und Mädchen:
Herzlichen Glückwunsch zum Internationalen Frauentag!

André Walther
Bundestagskandidat

Kein NPD-Verbot

Enttäuschung und Wut schossen mir Röte ins Gesicht: Kein NPD-Verbot!

Meinung von Wolfgang Griese, Warin

Welch vertane Chance, die frühe Geschichte des Umganges mit den blutbefleckten Nazischergen der BRD unter Adenauer endlich zu korrigieren. Eine klar vom Bundesverfassungsgericht nachgewiesene Ausländer- und Verfassungsfeindlichkeit ohne Konsequenz? Übrigens, welche Verfassung eigentlich?

Eine Demokratie, so sie denn funktionieren soll, muss Meinungsvielfalt, Pluralismus und Toleranz zulassen können. Sie muss in der Lage sein, aus der Geschichte Lehren ziehen zu können, sie muss wehrhaft sein, sich vor Zerstörung schützen können. Und genau diese Zerstörung ist das Ziel der faschistoiden Neonazipartei, wenn sie die Beseitigung der demokratischen Parteien und die Errichtung eines Führer-Staates fordert. Toleranz in einer Demokratie muss immer mit dem Tolerieren der Intoleranz ihre Grenze finden, wollen wir nicht im Staatschaos oder einem Polizeistaat verkommen.    Kein NPD-Verbot weiterlesen

Obamas friedenspolitische Bilanz nach acht Jahren

von Horst Neumann, Friedensinitiative Bad Kleinen

Große Hoffnungen setzten sowohl die Amerikaner als auch Menschen in aller Welt auf Obama, als dieser 2008 neuer amerikanischer Präsident wurde. Sein Vorgänger Bush hatte das Ansehen der USA in der Welt ziemlich ramponiert. Kaum im Amt, wurde Obama schon der Friedensnobelpreis verliehen – wofür wird am Ende seiner Amtszeit noch fragwürdiger. Während seines Wahlkampfes und zu Beginn seiner Amtszeit hatte er versprochen, die Kriege im Irak und in Afghanistan so schnell wie möglich zu beenden. Jeder weiß, dass in beiden Ländern der Krieg unvermindert weiter geht. Aus der Ankündigung Obamas, das Zeitalter der Atomwaffen zu beenden, wurde unter dem Begriff Modernisierung die Neuentwicklung der Atombombe B61-12 vorangetrieben.    Obamas friedenspolitische Bilanz nach acht Jahren weiterlesen