Alle Beiträge von Peter Vorbau

Tag des Flüchtlings 2019 auf dem Wismarer Markt

Tolerantes Miteinander und Hetze gegen Muslime

Während der Interkulturellen Wochen im September wurden in Wismar, wie in vielen Städten der Bundesrepublik, unter dem Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen“ zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt. In diesen Veranstaltungen wurde ein starkes Signal für ein friedliches Miteinander und gegen Fremdenfeindlichkeit gesetzt. Daran beteiligte sich die Rosa-Luxemburg-Stiftung mit den gut besuchten Filmen „Styx“ und „Congo Calling“.

Auf dem Markt kündete in Höhe der Wasserkunst seit dem Donnerstag, dem 26. September „Die blaue Friedensherde“ der Künstlerin Bertamaria Betz mit ihrem europaweiten Projekt für ein friedfertiges, tolerantes Miteinander und gegenseitige Akzeptanz, jenseits aller ethnologischen, religiösen und kulturellen Unterschiede der Menschen.

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75. Jahrestag der Ermordung Ernst Thälmanns

Blumen am Ehrenmal in der Schweriner Straße

Ernst Thälmann wurde am 18. August 1944 im Konzentrationslager Buchenwald nach 11 Jahren Einzelhaft von den Faschisten feige ermordet. Im Andenken an den langjährigen Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Deutschlands und seinen mutigen Widerstand gegen den Faschismus legten die Mitglieder des Stadtverbandes Wismar der Linken Sabine Wolny, Gabi Sauerbier und Peter Vorbau (Fotograf) am Thälmann Gedenkstein in der Schweriner Straße (zu DDR Zeiten „Ernst-Thälmann-Straße“) Blumen nieder.  Auch in Weimar, Hamburg und anderen Städten der BRD werden im Gedenken an die Mordtat Veranstaltungen durchgeführt.

LINKE protestiert gegen völkerrechtswidrige Flüchtlingspolitik

Mahnwache an der Seebrücke in Wendorf

Unter dem Motto „Seebrücke statt Seehofer“ protestierten am Sonnabend,  den 18. August  zahlreiche Mitglieder und Sympathisanten der Linken in einer Mahnwache an der Seebrücke in Wendorf gegen die Verschärfungen des Asylrechts in Deutschland und die Abschottung der EU Außengrenzen. Mit liebevoll selbst gefertigten Plakaten, mit Fahnen und bunten Luftballons gestalteten sie ein farbenfrohes Bild, das die Blicke der Passanten anzog und auch vereinzelt ihr Interesse weckte.

Der Vorsitzende des Kreisverbandes Horst Krumpen und Simone Oldenburg, Stellvertretende Parteivorsitzende und Vorsitzende der Landtagsfraktion, brandmarkten die CSU und den Innenminister Horst Seehofer, die in Deutschland ein Klima der Menschenverachtung und Hetze gegen Geflüchtete und Muslime entfachen. Diese geistigen Branstifter nehmen in Kauf, dass Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken und kriminalisieren Seenotretter, weil sie aus humanistischen Gründen Menschen vor dem Ertrinken retten.

Eindrucksvolle Demonstration in der Hansestadt Wismar

Für eine offene Stadtgesellschaft und gegen Gewalt

Über 150 Bürger der Hansestadt Wismar demonstrierten am Freitag, den 27.07.2018 am späten Nachmittag für eine offene Stadtgesellschaft, für ein gutes Miteinander und gegen Gewalt. Sie folgten einem Aufruf von Bürgermeister Thomas Beyer, dem Flüchtlingsrat MV, dem Islamischen Bund e.V., der AWO Wismar, dem Verein das Boot und vielen Akteuren der Zivilgesellschaft.

Der Demonstrationszug formierte sich am Friedenshof. In diesem Wohngebiet kam es in jüngster Vergangenheit mehrmals zu verbalen und tätlichen Übergriffen gegen Bürger mit einem Migrationshintergrund. Die Route der Demonstration führte durch die Kuhweide, die Lübsche Straße zum Karstadt Platz, wo die Abschlusskundgebung stattfand.

Thomas Beyer forderte, dass in Wismar die verschiedenen Ansichten zu gesellschaftlichen Problemen im offenen Dialog geklärt werden müssen. Er erteilte tätlichen Übergriffen und rassistischen Äußerungen eine klare Absage. Er kritisierte, in Anspielung auf die unsägliche Rolle der CSU in der Flüchtlingspolitik, die geistigen Brandstifter in hohen Staatsämtern, die eine Atmosphäre der Angst vor Flüchtlingen in der Bevölkerung schüren. Dieses Vorgehen erschwere die Integrationsbemühungen vieler Menschen vor Ort und auch hier in Wismar.

Eine offene Gesellschaft, unter gleichberechtigter Einbeziehung aller Menschen, das ist die Voraussetzung dafür, dass sich die Hansestadt Wismar weiter gut entwickelt.

Für ein sozial gerechtes Mecklenburg-Vorpommern

Infostand mit Simone Oldenburg am Rathaus

Bei strahlendem Sonnenschein führten am frühen Nachmittag des 19. Juli 2018 Mitglieder des Kreisverbandes Nordwestmecklenburg am Wismarer Rathaus einen Infostand  durch, unter ihnen Simone Oldenburg, Stellvertretende Vorsitzende des Bundesvorstandes und Vorsitzende der Landtagsfraktion. Sie führten zahlreiche Gespräche mit den Passanten und verteilten Flyer sowie die Zeitung der Linksfraktion im Landtag. Oft stellten die Gesprächspartner die Frage: „Was macht ihr hier, es steht doch keine Wahl an?“ Bei den Bürgern präsent zu sein, gilt nicht nur für Wahlkampfzeiten.

Sterben für das Paradies

SOS MEDITERRANEE e.V. rettet schiffbrüchige Flüchtlinge  im Mittelmeer

Am Montag, den 25.06.2018 hatte der Verein „Das Boot“ zu einem Vortrag über die Rettung Schiffbrüchiger Flüchtlinge im Mittelmeer eingeladen. Till Rummenhohl, stellvertretenden Vorsitzender des Vereins MEDITERRANEE, berichtete über seine Erlebnisse mit dem Rettungsschiff Aquarius. SOS MEDITERRANEE ist ein Verein der sich über Spenden finanziert.  Seit 2015 hat die Besatzung 29 000 Menschen vor dem Ertrinken gerettet.

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Buenos dias Kuba

Gut besuchte Lesung mit dem Schriftsteller Landolf Scherzer

Am  07. Juni 2018 hatten die Rosa-Luxemburg-Stiftung und die Stadtbibliothek den bekannten Schriftsteller Landolf Scherzer zur Lesung aus seinem jüngsten Buch über seine Reise nach Kuba eingeladen. Der Schriftsteller zog die 150 Zuhörer mit seiner lebendigen Erzählweise in seinen Bann. Er schilderte viele Begegnungen mit einfachen Menschen und vermittelte interessante und authentische Einblicke in das Leben der Kubaner. So die tiefe Trauer beim Tod von Fidel Castro, den Glauben an die Vermächtnisse der Revolution, das karge materielle Lebensniveau und den daraus erwachsenden Erfindungsreichtum. Ausdrücklich offen ließ er, wie sich das künftige Leben der Kubaner in den Umbrüchen unserer Zeit gestalten wird. Die Zuhörer dankten Landolf Scherzer mit starkem Applaus.

Rassismus erlebt und wie gehe ich damit um?

Gesprächsrunde im Wismarer Verein „Das Boot“

Der Einladung zu der Gesprächsrunde über Rassismus folgten am Dienstag, den 27. März 2018 über 60 Bürger, darunter viele Migranten. Die Veranstaltung fand im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ statt.

Als Gesprächspartner nahmen teil: Josephine Hermes, Flüchtlingsrat M-VP; Sandra Rieck, Das Boot; Dr. Andreas Walus, Leiter Polizeihauptrevier Wismar; Abdurahman Said Osman als Dolmetscher (er übersetzte ins Arabische und die Sprache vón Eritrea), sowie zwei Mitarbeiter des Vereins LOBBI e.V. (Beratung von Opfern rassistischer Übergriffe).

Fremdenfeindlichkeit und Rassismus haben in unserer Gesellschaft mit dem Flüchtlingszustrom seit 2015 deutlich zugenommen. Auch in Wismar werden Menschen mit einem ausländischen Hintergrund oder einer Behinderung bedroht, beleidigt oder auch tätlich angegriffen. Das passiert den Betroffenen bei der Wohnungssuche, bei der Fahrt im Bus, beim nächtlichen Heimweg oder auch Kindern in der Schule und auf dem Schulweg. Wie verhalte ich mich selbst in solchen Situationen und wie sollten sich die Betroffenen verhalten?

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