Aktionstag: 12. Mai – Tag der Pflege

In den Krankenhäusern fehlen derzeit mindestens 100.000 Pflegekräfte. In der Altenpflege sieht es nicht besser aus. Dieser Personalmangel gefährdet die Gesundheit der Patientinnen und Patienten wie auch der Pflegekräfte. Gegen diesen Pflegenotstand sind wir am 12. Mai, den Internationalen Tag der Pflege, auf die Straße gezogen – vor die Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Über 80 LINKE-Aktionen fandenan diesem Tag in der ganzen Republik statt. Von Kiel bis Freiburg und vom Rheinland bis ins Erzgebirge haben wir gezeigt, dass die Würde der Menschen über dem Streben nach Profit stehen muss.

In Berlin haben wir Gesundheitsminister Gröhe mit unserer Kritik und unseren Forderungen konfrontiert. Auf der Protestkundgebung vor dem Bundesministerium für Gesundheit in Berlinhat der Parteivorsitzende der LINKEN, Bernd Riexinger, den Pflegenotstand skandalisiert (Video auf Youtube). Fotos der bunten Aktion gibt es auf Flickr.

Pflegenden gebührt nicht nur Dank, sondern auch anständige Bezahlung

Zum Tag der Pflege am 12. Mai erklärt die Vorsitzende der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Alten- und Krankenpflege brauchen den Stellenwert, der ihnen als sinnvolle, zutiefst menschliche und unverzichtbare Tätigkeiten zusteht. Angesichts der wertvollen Arbeit, die in diesen Bereichen geleistet wird, brauchen Pflegende nicht nur Dank, sondern auch mehr gesellschaftliche Anerkennung und eine anständige Bezahlung. Auch in der Pflege muss gleicher Lohn für gleiche Arbeit gelten. Das sind in der Altenpflege etwa 500 Euro brutto mehr – das entspräche dem Lohn, der im angrenzenden Schleswig-Holstein gezahlt wird.

Meine Fraktion fordert für pflegende Angehörige mehr Auszeiten und eine bessere Absicherung bei der Rente und für professionell Pflegende mehr Personal und eine bessere Vergütung. Politiker aller Couleur reden von mehr gesellschaftlicher Anerkennung und einer besseren Unterstützung. Da muss endlich was passieren. Es muss aufhören, dass Angehörige durch die Pflege eines Kindes, Elternteils oder des Lebenspartners selbst zum Pflegefall werden. Und es muss aufhören, dass professionelle Pflegekräfte wegen der teilweise unzumutbaren Arbeitsbedingungen und schlechten Bezahlung nach 6 bis 8 Jahren diesen Beruf aus Selbstschutz verlassen.“

Aktionstag für mehr Personal in den Krankenhäusern und der Altenpflege