Wenn wir es nicht liefern, machen es die anderen

Gemeinsam mit Vertretern der Stadt Gadebusch (stellv. Bürgermeister Herr Joop), Vertretern der Gadebuscher Wählergemeinschaft (Herr Blankenberg u. Herr Pieper) sowie Mitgliedern des alternativen Jugendvereins KuT Gadebusch gedachten Mitglieder der Gadebuscher Linkspartei den Millionen von Menschen, die wegen ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihren politischen Ansichten, ihrer sexuellen Orientierung oder einer geistigen bzw. körperlichen Behinderung getötet wurden.

Andreas Lausen (LVB i.R.) erinnerte daran, das heute vor 73 Jahren sowjetische Soldaten das Vernichtungslager Auschwitz befreiten. Hier ermordeten die Nationalsozialisten zwischen 1940 und 1945 mehr als eine Million Menschen. Dieser „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ sollte uns Mahnung sein, dass bei uns niemals wieder Menschenfeinde an die Macht gelangen dürfen. Die Firma J. A. Topf & Söhne, die die Krematorien herstellte und lieferte, am Bau der Gaskammern mitwirkte und verdiente, meldete noch im November 1942 ein Patent auf die industrielle Verbrennung von Menschen an. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden einige hauptverantwortliche Mitarbeiter in der sowjetischen Besatzungszone zur Rechenschaft gezogen. Im Westen wurden Verantwortliche kurz inhaftiert und alle Verfahren 1951 eingestellt. Aber Herr Lausen schlug auch den Bogen in die Gegenwart. Wieder werden deutsche Waffen in kriegerischen Konflikten eingesetzt. Und die Begründungen von heute erinnern fatal an die damaligen. Wenn wir es nicht liefern – machen es die anderen.

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